Mein neues Projekt: Münchner Hausberge

Kennst du das? Du willst eine Bergwanderung machen, weißt aber nicht genau welche. In deinem Bücherregal stehen einige Wanderführer und auch das Internet durchforstest du nach Inspirationen. Jedes Wochenende die gleiche Frage: Auf welchen Berg gehe ich diesmal? Mir geht das zumindest so. Oft nervt es mich mir zu überlegen welche Tour ich gehen will. Nein, es nervt mich, dass ich immer meine ganzen Wanderführer und das Internet aufs Neue durchforste. Und es nervt mich, dass ich an vielen Wochenenden in München bleibe statt in die Berge zu fahren. Wenn etwas nervt, muss man es ändern. Und schon war mein #ProjektMünchnerHausberge geboren.

Münchner Hausberge: Die klassischen Ziele

In meinem Bücherregal steht ein Wanderbuch, dass ich ganz besonders mag: Die Münchner Hausberge von Michael Pause*. Das Buch ist ein Klassiker und wurde 1965 von Walter Pause veröffentlicht. Später übernimmt sein Sohn Michael das Werk.

Das Original! Das Buch Münchner Hausberge von Michael Pause

Das Original! Das Buch Münchner Hausberge von Michael Pause

 

Es ist nicht unbedingt der beste und ausführlichste Wanderführer. Eine Seite gibt es pro Tour, es fehlt an einer detaillierten Karte oder an einem Höhenprofil. Die Tourbeschreibung sind kaum ausreichend um die Tour zu gehen. Dafür hat jede Tour eine Seite mit einem wunderschönen Foto und es finden sich viele Erzählungen und Geschichten. Es ist ein schönes Buch, zu schwer und sperrig um es auf den Berg mitzunehmen, doch genau richtig um darin rumzublättern und einen guten Überblick zu bekommen, welche klassischen Ziele es in den Münchner Hausbergen gibt.

Und genau da sind wir bei meinem Projekt. Ich habe mir vorgenommen, alle Touren in diesem Buch in den nächsten fünf Jahren zu machen, abzüglich der drei Klettertouren. Das sind 65 leichte Bergwanderungen und mittelschwere Bergtouren. Gut ein Drittel der Berge habe ich schon erwandert, doch einige Touren liegen so weit zurück dass ich mich gar nicht mehr recht erinnern kann. Manche davon waren so toll, dass ich sie unbedingt nochmal machen möchte. Und manche davon sind einfach noch nicht in diesem Blog gelandet.

Warum ich das machen möchte? Weil ich Klassiker mag, all diese Touren gut von München aus machbar sind und ich schon sehr viel in meiner Wahlheimat erwandert habe, wenn ich alle Gipfel bestiegen habe. Doch keine Sorge, ich halte mich jetzt nicht an die Liste in dem Buch und besteige nur noch Berge, die dort gelistet sind. Auch werde ich nicht immer genau die vorgeschlagene Route nehmen, so viel Freiheit muss sein. Es geht mir nicht um das reine Abhacken, sondern um das Erleben mit eigenen Füßen. Ich will die Frage auf welchen Berg ich diesmal gehe für mich etwas vereinfachen, manchmal, nicht immer.

Der Startschuß

Die Idee ist mir gestern gekommen und heute hab ich losgelegt. Mit einer Tour auf den Breitenstein, Bericht folgt. Die Wanderung hab ich vor einigen Jahren schonmal gemacht, doch kaum noch Erinnerung daran. Die Tour haben wir zudem abgewandelt und haben noch einen Abstecher auf den Schweinsberg gemacht. Mein Buchshooting stammt von hier, das erste und sicher das letzte Mal, dass ich das Buch mit auf Tour genommen habe.

Buchshooting auf dem Schweinsberggipfel

Buchshooting auf dem Schweinsberggipfel

 

#ProjektMünchnerHausberge: Mein Fortschritt

Geschafft ist die Tour, wenn du sie in meinem Blog findest. An dieser Stelle sammel ich die Touren und Links. Die Liste wird kontinuierlich erweitert, bis ich mein Ziel erreicht habe. Und wer weiß, vielleicht erweitere ich mein Projekt einfach auf alle Münchner Hausberge, auch wenn sie nicht in einem Buch gelistet sind.

Stand: 21. Februar 2016, 4 von 65 Hausberge

Mangfallgebirge

Isarwinkel und Walchensee

Ammergauer Alpen

Alle #ProjektMünchnerHausberge-Touren anschauen

Welcher Münchner Hausberg ist dein Lieblingsberg? Und welchen Hausberg willst du unbedingt noch besteigen? Oder hast du gar Lust mitzuwandern? Erzähl mir davon in den Kommentaren.

5 Kommentare zu “Mein neues Projekt: Münchner Hausberge

  1. Jens

    Servus Sonya,
    man mag es für Wortklauberei halten, aber wie definiert sich überhaupt ein Münchner Hausberg? Für die Leitzachtaler ist der Breitenstein „ihr“ Berg, den Wendelstein z.B. beanspruchen Bayrischzeller und Brannenburger für sich. Für mich persönlich war das bisher eher ein Marketing-Gag, gerade bei Wanderführern. Vielleicht tue ich mich da als Nicht-Münchner aber auch schwerer. Wie dem auch sei, ein schönes Projekt, das Du da aufziehst!
    Grüße
    Jens

    Antwort
    • Sonya Schlenk Author des Beitrags

      Servus Jens, vielen Dank für deinen Kommentar. Freut mich, dass dir mein Projekt gefällt.
      Ich finde, du hast eine sehr berechtigte Frage gestellt und ich hab mal kurz recherchiert wie sich ein Münchner Hausberg definieren lässt. Dabei bin ich auf den Wikipediaartikel Bayerische Voralpen gekommen. Dort steht, dass diese zu den Münchner Hausbergen zählen. Verlinkt ist dann aber nur noch die Definition von Hausberg. Dort ist ein Hausberg definiert als ein „markanter Berg in unmittelbarer Nähe, dem Weichbild der Stadt.“ Ich erkläre es mir also so, dass wenn der Münchner bei Föhn auf dem Olympiaberg, dem Stadtberg von München, steht, er die Alpen und damit seine Münchner Hausberge sieht. Samot werden alle Gipfel, die von München aus gut zu erreichen sind, selbsz wenn sie in Tirol liegen sollten ;), zum Münchner Hausberg.
      Aber keine Sorge, wir Münchner beanspruchen die Berge sicher nicht für uns, schließlich sind die Berge für alle da und gehören streng genommen niemanden. Das wir gleich so viele Berge als unsere Hausberge bezeichnen liegt vielleicht auch am Neid, dass wir im Gegensatz zum Bayrischzeller oder Leitzachtaler nicht gerade direkt von der Haustür auf den Berg steigen können. Und an deiner Vermutung mit dem Marketing-Gag ist sicher auch was dran.

      Antwort

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